KONVERSIVDESIGNSTUDIE

Designstudie

Eine Agenturwebsite braucht Auswahl – nicht möglichst viele Leistungsbegriffe.

Dieses UX-Muster betrachtet die Agenturwebsite als Navigationsproblem. Besucher müssen Spezialisierung, Arbeitsweise und Beleglage unterscheiden können. KONVERSIV zeigt eine mögliche Struktur, ohne selbst Agenturleistungen anzubieten.

Abstraktes Systemvisual zur Seite „Eine Agenturwebsite braucht Auswahl – nicht möglichst viele Leistungsbegriffe.“.

Redaktionelles Muster

Keine reale Leistung, kein Kundendashboard und keine Ergebnisdarstellung.

Worauf dieses Muster achtet

  • 01Eine klare Rolle statt einer endlosen Leistungswand
  • 02Case Studies mit Kontext statt Ergebnisbehauptungen
  • 03Projektphasen als überprüfbare Orientierung

01

Spezialisierung in der Navigation abbilden

Viele Agenturseiten listen Design, Entwicklung, Content, Ads, SEO und Strategie gleichwertig nebeneinander. Damit bleibt unklar, welche Aufgabe das Team besonders gut löst. Eine stärkere Architektur beginnt mit wenigen Entscheidungssituationen und ordnet Methoden darunter ein.

Für eine B2B-orientierte Website könnten das etwa komplexe Leistungen erklären, einen Relaunch strukturieren oder einen digitalen Anfrageweg planen sein. Die Begriffe sind nur sinnvoll, wenn jede Zielseite Beispiele, Grenzen und konkrete Arbeitsschritte enthält. Eine bloße Sammlung von Keywords schafft keinen zusätzlichen Nutzen.

02

Referenzen als Lernstück aufbauen

Eine Case Study sollte Ausgangslage, Designentscheidung, Informationsarchitektur und technische Umsetzung voneinander trennen. Wo kein freigegebenes Kundenresultat existiert, dürfen keine Zahlen ergänzt werden. Bei Konzeptprojekten muss die fiktive oder redaktionelle Natur schon im Titel und ersten Viewport erkennbar sein.

Screenshots allein erklären wenig. Hilfreicher sind beschriftete Ausschnitte, ein Vorher-nachher-Vergleich der Struktur oder eine begründete Entscheidung gegen eine bestimmte Interaktion. So wird die Referenz zu einem Fachbeitrag und nicht nur zu einem visuellen Schaufenster.

03

Projektweg ohne Verkaufsdruck

Ein Prozessmodell darf Orientierung geben, aber nicht universelle Sicherheit simulieren. Sinnvoll sind überprüfbare Übergaben: Inhaltsinventar, Priorisierung, Prototyp, technische Prüfung und Abnahme. Dauer, Umfang und Ergebnis hängen im echten Projekt von Ausgangslage und Vereinbarung ab.

  • Entscheidungssituationen statt Kanal-Liste
  • Fachliche Artefakte statt generischer Superlative
  • Transparente Grenzen bei Konzepten und Referenzen
  • Keine erfundenen Lead-, Umsatz- oder Rankingwerte