KONVERSIVDESIGNSTUDIE

Proof-Governance

Eine starke Case Study braucht keine erfundene Prozentzahl.

Case Studies sollen Kompetenz belegbar machen. Wenn Freigaben, Baselines oder Messdaten fehlen, ist eine Ergebniszahl jedoch kein Beleg. Der Leitfaden zeigt, welche Inhalte trotzdem substanziell und ehrlich sind.

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Redaktionelles Muster

Keine reale Leistung, kein Kundendashboard und keine Ergebnisdarstellung.

Worauf dieses Muster achtet

  • 01Projektkontext und Designentscheidung trennen
  • 02Nur freigegebene Resultate als Resultate benennen
  • 03Konzeptstudien sofort als solche kennzeichnen

01

Was sich ohne Ergebnisclaim belegen lässt

Ein Team kann zeigen, welche Informationsprobleme es vorgefunden hat, wie ein Inhaltsinventar strukturiert wurde und welche Alternativen geprüft wurden. Wireframes, Komponentenentscheidungen, Testkriterien und technische Gates sind nachvollziehbare Arbeitsbelege.

Auch ein verworfener Ansatz kann wertvoll sein, wenn die Entscheidung begründet wird. Das zeigt Urteilskraft, ohne zu behaupten, dass ein Design automatisch Umsatz, Leads oder Rankings verbessert hat.

02

Wann Zahlen zulässig wären

Eine Kennzahl benötigt eine definierte Messgröße, Zeitraum, Ausgangswert, Datenquelle, Zuordnung und Freigabe. ‚Mehr Anfragen‘ ist ohne Zählweise und Vergleichsfenster nicht belastbar. Selbst korrekte Zahlen brauchen Kontext, damit saisonale oder kampagnenbedingte Effekte nicht der Website zugeschrieben werden.

Wenn diese Grundlage fehlt, wird die Beobachtung qualitativ beschrieben oder ganz weggelassen. Placeholder-KPIs in Mockups müssen als illustrative UI-Werte markiert oder besser durch neutrale Zustände ersetzt werden.

03

Konzept, Referenz und reale Kundenarbeit unterscheiden

Eine Designstudie darf eine Branche, Methode und technische Umsetzung zeigen. Sie darf aber keine operative Kundenbeziehung, Veröffentlichung oder Nutzung suggerieren. Titel, erster Viewport, Schema und Linktexte müssen diese Einordnung konsistent tragen.

  • Keine Kundenlogos ohne dokumentierte Freigabe
  • Keine Screenshots mit personenbezogenen Daten
  • Keine Vorher-nachher-Behauptung ohne vergleichbare Basis
  • Quelle und Status jedes Assets dokumentieren